Donnerstag, 13. Oktober 2016

Lotta

Am Wochenende war es endlich so weit: mein lang gewünschter, von der großartigen Familie zum Geburtstag im März geschenkter Puppenkurs in Berlin fand statt.

Angereist bin ich schon am Freitag, wenn ich schon mal in Berlin bin muss ein Besuch auf dem unter Nähnerds legendären Maybachufermarkt unbedingt sein.
Meine Ausbeute dort:

senfgelb und rotorange


Freitag Abend durch Zufall noch in ein Lichterspektakel geraten







Der Kurs bei der Puppenmacherin Maria von Mariengold findet in einem Waldorfkindergarten im Bezirk Prenzlauer Berg statt, und so habe ich eines der von Maria empfohlenen Hotels gewählt.

Samstag um 10 trafen sich also 8 bunt gemischte Frauen aus ganz Deutschland um ihr Puppenkind / Baby herzustellen.

Und es ging gleich knackig los. Jede Teilnehmerin bekam ein liebevoll gepacktes Päckchen mit den bereits vorgenähten Puppenteilen (Arme, Beine, Rumpfschlauch, Kopfschlauch), Mullschlauch, Puppenmohair.
Zuerst stellten wir den Kopf aus Schafvlies her. Dieser wurde dann in Mullschlauch gepackt, und durch Abbinden die ersten Konturen festgelegt. Nase dran falls gewünscht, und ab in den Kopfschlauch.




















Als nächstes wurden die Glieder mit Vlies gestopft, gar nicht so einfach wie wir feststellten. Aber mit fachfrauischer geduldiger Hilfe muss keine Puppe mit Schlenkerbeinen herumlaufen *gg*



Das Stecken des Kopfes an den Rumpf war der letzte Arbeitsschritt für den Tag.

Ausgeschlafen und frisch gestärkt durch ein klasse Frühstück im Hotel Jurine lässt sich die sehr fieselige Arbeit des Kopfannähens besser bewältigen.
Nach der Mittagspause ein weiterer nicht einfacher Schritt: Das Aufsticken der Augen und des Mundes.


Sieht schon gut aus oder ?
Fehlen nur noch die Haare. Zuerst wird das von Maria vorbereitete gehäkelte Käppchen aus Puppenmohair aufgenäht, anschließend die Haare in beliebiger Länge eingeknüpft.

Zum Schluss noch ein bisschen Wangenrot aufgetragen, die vorbereiteten Kleider angezogen - fertig ist Lotta  (die leider ohne Hose nach Hause reisen musste, die hat nicht gepasst :-D )





Sind sie nicht alle wundervoll und einzigartig geworden ?


Und weil diese erste Puppe nur für mich alleine ist schicke ich sie zu RUMS

Dienstag, 9. Februar 2016

Ein neuer alter Hocker

Im Januar habe ich es endlich getan: Ein neues Sofa musste her ! Das alte hatte bereits 15 Jahre auf dem Buckel, mit 2 Kindern ist selbst der pflegeleichteste Stoff irgendwann mal so oft abgeschrubbt und Flecken gehen nicht mehr raus.

Als mir um Weihnachten auf dem bekannten Kleinanzeigenportal ein günstiges, noch neues, farblich passendes, genau für die Sofaecke richtiges über den Weg gelaufen ist musste ich einfach zuschlagen:

Voilà, hier ist das Schmuckstück:



Mit viel Platz zum Lümmeln, robustem Stoff, sogar ein kleiner Sessel dabei.
Einzig der Fußhocker fehlte, Füße hochlegen mögen wir doch alle zu gerne.

Aber warum nicht den alten behalten, und einfach neu beziehen ? Anleitungen dazu habe ich schon oft gelesen.

Mit einem farblich passenden Stoffstreifen aus dem Fundus bin ich durch die Stoffläden der Stadt gezogen, der gefundene Möbelstoff ist nicht gleich, aber ähnlich robust, und farblich gut passend.



Füße abgeschraubt, Teile ausgemessen und aufskizziert, zugeschnitten und zusammengenäht, und dank des geliehenen Möbeltackers problemlos wieder befestigt.

Und ? Wie gefällt er euch ?

Schaut gerne auch beim Creadienstag vorbei, dort gibt es ganz viel Kreatives und selbstgemachtes !

Sonntag, 31. Januar 2016

Jeans Recycling

Schon lange habe ich hier etliche aussortierte Jeansteile liegen, allesamt passen nicht mehr oder nicht mehr richtig, sind mir aber eindeutig zu schade zum Wegwerfen.
Da kam mir der diesjährige Nähwettbewerb von Lillesol und Pelle gerade gelegen.



Hergenommen habe ich mir ein irgendwann mal geliebtes Jeanshemd, allerdings waren die Passformen dann früher doch anders, es war gerade geschnitten, die Ärmel oben mit unglaublich viel Stoffüberschuss.





Die ersten Nähversuche mit dem Schnitt lillesol women No.5 Blusenshirt waren durchweg erfreulich, sowohl was die Passform, als auch die Anleitung betrifft.

Also habe ich das Hemd in seine Einzelteile zerlegt (nachdem ich mir nicht sicher war wie der Stoff reicht, habe ich tatsächlich mühevoll getrennt statt geschnitten), und die daraus passenden Schnitteile des Blusenshirts ausgeschnitten.



Schnell war klar dass die Passen aus einem anderen Stoff sein mussten, auch dass wohl nur Dreiviertelärmel herausspringen würden.

Und das ist mein Ergebnis:









Schnitt: lillesol women No.5 Blusenshirt
Änderungen: Raffungen an der Passe vorne und hinten herausgenommen
Stoff: altes Jeanshemd, Rest Cord von einer Tasche

Fazit: Das Arbeiten mit mehreren Lagen dickerem Stoff fällt mir noch schwer, den Ansatz der Cord-Knopfleiste werde ich noch mal versuchen nachzuarbeiten.
Beim Kragen ist mir das Dank des tollen Video-Tutorials gut gelungen.

Die Passform ist klasse, davon wird es sicher noch mehr geben, als Nächstes vielleicht eine Kurzarm-Sommer-Variante.

So, jetzt verlinke ich mein Ergebnis noch auf den letzten Drücker beim Wettbewerb, ab morgen geht es dort zur Abstimmung, zu gewinnen gibt es als
Hauptpreis  eine lillesol ebook Flatrate 2016 und 5 Papierschnittmuster, und dazu eine Menge weiterer Preise, die ausgelost werden.